Die Oper als BaustelleInfocenter und InterimsspielstättenDas Infocenter der Komischen Oper dient als Begegnungsort während des Umbaus. Seine offene Raumstruktur ermöglicht vielfältige Nutzungen. Neben weiteren Bauteilen aus dem Opernhaus verleiht der ehemalige Bühnenvorhang dem Raum eine unverwechselbare Identität.Das frühere Souvenirgeschäft Unter den Linden 41 wird während der Sanierung des Stammhauses der Komischen Oper Berlin als Informationszentrum, als Startpunkt für Baustellenrundgänge, als Vortragsraum, als kleine Bühne und als Schaufenster zum Boulevard genutzt. Hauptgestaltungsmittel ist der ehemalige Bühnenvorhang, der in Stücke geschnitten wurde. Raumwirkung, Blickachsen, Akustik und Licht verändern sich mit der Position der Vorhangteile. Bei Nacht leuchtet der rote Samt als Zitat des wegen Umbau verhüllten Opernhauses in den Strassenraum. Die Möblierung ist Teil eines grossen Konzepts, das sich auch in die öffentlichen Bereiche der Interimsspielstätten wie dem Flughafen Tempelhof oder der Kindl-Brauerei erstreckt. Es ist erweiterbar und bewegt sich mit dem Ensemble durch die Stadt. Mit dem ikonischen Sechseck und den Farben des Erscheinungsbildes trägt es die Identität der KOB in die Öffentlichkeit. An jedem Ort werden Möbel oder Objekte aus dem Bestand integriert, so dass sich die Oper räumlich für den begrenzten Zeitraum in Zwiesprache begibt und verankert.Fertigstellung04/2025Planverfasser:in Hella Schindel Innenarchitektin Hella Schindel Bern und Berlin www.hellaschindel.deBauherrschaft Stiftung Oper in Berlin Komische Oper Berlin Intendanz Susanne Moser Berlin www.komische-oper-berlin.de Aussenansicht bei Nacht_ Das Infocenter als Laterne für Unter den Linden © Philipp Funke Philipp Funke Der Vorhang schirmt die Präsentation im hinteren Raum ab; mobiler Empfangstresen in den Farben der CI der Komischen Oper Berlin © Philipp Funke Philipp Funke Zentrale Position und Beleuchtung des Modells für den Umbau des Opernhauses (kadawittfeldarchitekten) © Philipp Funke Philipp Funke Zusammengeschoben funktionieren die Podeste als Bühne, der Vorhang dämpft die Akustik und schliesst den Raum vor dem Fenster zur Strasse © Philipp Funke Philipp Funke Orientierung durch Lichtstimmung in den hinteren Raumteil © Philipp Funke Philipp Funke Die Uhren aus dem Opernhaus leiten die Besuchenden ins obere Zwischengeschoss © Philipp Funke Philipp Funke Aufgearbeitet dienen die personalisierte frühere Spinte der Bühnenmitarbeitenden als Garderobe. Die Raumdecke glänzt in Flieder als ferne Reflektion der Farben der KOB © Philipp Funke Philipp Funke Der Raum wurde von allen Schichten und Einbauten befreit und mit neuer Technik aufputz versehen. © Hella Schindel Hella Schindel Die Möbelfamilie in der Interimsspielstätte Hangar im Flughafen Tempelhof. © David Hiepler David Hiepler Möbelentwürfe entsprechend der CI der Komischen Oper finden ortsspezifische Ergänzungen auf dem ehemaligen Flugfeld. © David Hiepler David Hiepler Nutzung des Infocenters als Starpunkt für die Baustellenführungen im Opernhaus © Hella Schindel Hella Schindel Nutzung des Infocenters als Lounge unter Einbeziehung des Aussenraums und der benachbarten Tageskasse © Hella Schindel Hella Schindel Nutzung des Infocenters für Empfänge, Feste, Konferenzen, Vorträge oder Konzerte © Hella Schindel Hella Schindel Nutzung der ehemaligen Büros im Zwischengeschoss als Garderoben für Besuchende oder Darbietende © Hella Schindel Hella Schindel