Die Oper als Baustelle

Infocenter und Interimsspielstätten

Das Infocenter der Komischen Oper dient als Begegnungsort während des Umbaus. Seine offene Raumstruktur ermöglicht vielfältige Nutzungen. Neben weiteren Bauteilen aus dem Opernhaus verleiht der ehemalige Bühnenvorhang dem Raum eine unverwechselbare Identität.

Das frühere Souvenirgeschäft Unter den Linden 41 wird während der Sanierung des
Stammhauses der Komischen Oper Berlin als Informationszentrum, als Startpunkt für
Baustellenrundgänge, als Vortragsraum, als kleine Bühne und als Schaufenster zum Boulevard genutzt.
Hauptgestaltungsmittel ist der ehemalige Bühnenvorhang, der in Stücke geschnitten wurde. Raumwirkung, Blickachsen, Akustik und Licht verändern sich mit der Position der Vorhangteile. Bei Nacht leuchtet der rote Samt als Zitat des wegen Umbau verhüllten Opernhauses in den Strassenraum.
Die Möblierung ist Teil eines grossen Konzepts, das sich auch in die öffentlichen
Bereiche der Interimsspielstätten wie dem Flughafen Tempelhof oder der Kindl-Brauerei
erstreckt. Es ist erweiterbar und bewegt sich mit dem Ensemble durch die Stadt. Mit
dem ikonischen Sechseck und den Farben des Erscheinungsbildes trägt es die Identität
der KOB in die Öffentlichkeit. An jedem Ort werden Möbel oder Objekte aus dem Bestand integriert, so dass sich die Oper räumlich für den begrenzten Zeitraum in Zwiesprache begibt und verankert.

Fertigstellung

04/2025

Planverfasser:in

Hella Schindel Innenarchitektin
Hella Schindel
Bern und Berlin
www.hellaschindel.de

Bauherrschaft

Stiftung Oper in Berlin Komische Oper Berlin
Intendanz Susanne Moser
Berlin
www.komische-oper-berlin.de